Ein gelungener Beginn fragt nicht nach dem neuesten Tool, sondern nach der gewünschten Wirkung. Geht es um schnellere Durchlaufzeiten, weniger Kontextwechsel oder stabile Qualität trotz Tempo? Wenn Nutzen, Zielgruppe und Entscheidungskriterien feststehen, lassen sich Metriken sauber ableiten. Diese Reihenfolge verhindert Feature-Fokus, reduziert Widerstände und macht Prioritäten transparent. So entsteht ein gemeinsames Verständnis, das das Team motiviert und spätere Diskussionen über Zahlen zielgerichtet führt.
Eine Baseline ist mehr als ein schnell erhobener Durchschnitt. Erfassen Sie Schwankungsbreiten, Ausreißer und saisonale Muster, damit Verbesserungen nicht zufällig wirken. Dokumentieren Sie Prozessschritte, Wartezeiten, manuelle Übergaben und Fehlerquellen. Halten Sie Kontext fest, etwa Lastspitzen oder neue Mitarbeitende. Nur eine ehrliche, ausreichend lange Vorher-Messung ermöglicht faire Vergleiche und zeigt, ob Veränderungen robust sind oder lediglich kurzfristige Effekte widerspiegeln.
Gute Kennzahlen beantworten Entscheidungen, nicht nur Neugier. Neben Bearbeitungszeit zählen Durchlaufzeit, Wartezeit, Varianz, Perzentile, Fehlerquote und Nacharbeit. Ergänzen Sie Output-Maße mit Qualitäts- und Zufriedenheitsindikatoren, um Verlagerung von Aufwand zu vermeiden. Messen Sie Effizienz und Belastung gemeinsam, damit gewonnene Minuten nicht durch Erschöpfung verloren gehen. So entsteht ein ausgewogenes Bild, das Investitionen in kleine Automationen sinnvoll priorisieren lässt.
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